Karte der Tierquälerei in Deutschland
In Niedersachsens größter Schweinemast zeigen Aufnahmen verletzte Tiere mit Abszessen, blutigen Wunden und Tumoren. Teilweise konnten die Tiere nur noch humpeln. Zudem stellte der Betrieb über Nacht verbotenerweise das Trinkwasser ab.
Emsland, Niedersachsen
Betroffene Tierart: Schweine
Haltungsform: Mastbetrieb
Datum der Veröffentlichung: September 2020
Name der Organisation: ANINOVA e.V.
Betriebsform: Konventionell, großer Betrieb
Kurzbeschreibung des Vorfalls:
In einer niedersächsischen Schweinezucht dokumentierten Kameras, wie Schweine getreten, geworfen und für eine “Nottötung” auf eine Buchtenkante geschlagen wurden. Der Betrieb erhielt Tierwohl-Prämien, da die Ringelschwänze nicht kupiert werden.
Grafschaft Bentheim, Niedersachsen
Haltungsform: Zuchtbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Dezember 2020
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, Tierwohl, kleiner Betrieb
In einer niedersächsischen Schweinemast erfolgte eine Nottötung kranker Schweine erst drei Tage nach der tierärztlichen Anordnung. Der Landwirt verwendete dafür ein Gewehr, was verboten ist. Die Aufnahmen zeigen viele weitere verletzte Tiere.
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, kleiner Betrieb
In einem Zulieferbetrieb von Tönnies wurden kranke und verletzte Schweine dokumentiert. Ein krankes Tier wurde ohne Zugang zu Wasser und Futter über Tage im Gang abgelegt. Zwei Tötungsversuche mit einem Bolzenschussgerät misslangen.
Viele der Schweine in der niedersächsischen Mastanlage hatten angebissene Ringelschwänze, blutige Verletzungen an den Beinen und handballgroße Abszesse. Der Betreiber der Anlage ist der stellv. Bürgermeister der Gemeinde Merzen (CDU).
Osnabrück, Niedersachsen
Datum der Veröffentlichung: Juni 2021
Betriebsform: Konventionell, Tierwohl, großer Betrieb
Die Aufnahmen zeigen stark mit Urin und Kot verschmutzte Stallungen in einer niedersächsischen Schweinemast mit rund 1.000 Tieren. Viele der Tiere hatten Abszesse, teilweise Handball groß, blutig gebissene Ohren und Verletzungen an den Beinen.
Datum der Veröffentlichung: Juli 2021
Zeugenaufnahmen zeigen einen kleinen Stall mit rund 100 Rindern, in dem Tiere auf rund einem Meter hohen Kot standen. Futter und Wasser stand den Tieren nicht dauerhaft zur Verfügung. Außerdem bestand eine hohe Verletzungsgefahr durch Gegenstände.
Oberhavel, Brandenburg
Betroffene Tierart: Rinder
Haltungsform: Milchbetrieb, Mastbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Juni 2022
Zeugenaufnahmen dokumentierten, dass Rinder in einem Stall bis zu den Knöcheln in ihren eigenen Exkrementen leben mussten. Der Gesundheitszustand der Tiere war kritisch. Es handelt sich um einen kleinen Betrieb mit wenigen Tieren.
Zwickau, Sachsen
Haltungsform: Milchbetrieb
Datum der Veröffentlichung: April 2022
Zeugenaufnahmen dokumentierten, dass Rinder in einem Stall bis zu den Knöcheln in ihren eigenen Exkrementen leben mussten. Es handelt sich um einen kleinen Betrieb in Nordrhein-Westfalen mit wenigen Tieren.
Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen
Datum der Veröffentlichung: Februar 2022
Im Landkreis Hildburghausen beobachtete eine Zeugin ein Rind, das mehrere Tage lang bei starkem Regen vor einem Stall abgelegt worden war. Das Rind war nach Auskunft des Veterinäramts Paratuberkulose positiv.
Hildburghausen, Thüringen
Datum der Veröffentlichung: November 2021
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, mittlerer Betrieb