Karte der Tierquälerei in Deutschland
Versteckte Kameras beobachten 30 Tage lang einen sehr großen Milchbetrieb. Tausende Kühe wurden systematisch Durst, Hunger und Gewalt ausgesetzt.
Unterallgäu, Bayern
Betroffene Tierart: Rinder
Haltungsform: Milchbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Juli 2019
Name der Organisation: SOKO Tierschutz e.V.
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, großer Betrieb
Kurzbeschreibung des Vorfalls:
In einem Rinderschlachthof mit Bio-Zulassung in Oldenburg wurden Rinder vor der Schlachtung unzureichend und nicht fachgerecht betäubt. Im Zutrieb wurden die Tiere mit Elektroschockern und Schlägen gequält, um sie zu treiben.
Oldenburg, Niedersachsen
Haltungsform: Schlachthof
Datum der Veröffentlichung: November 2018
Name der Organisation: ANINOVA e.V.
Betriebsform: Konventionell, Biohaltung, Tierwohl, großer Betrieb
In einer Ferkelzucht auf sechs Etagen wurde unter anderem dokumentiert, wie Ferkel zur Tötung auf den Boden geschlagen wurden. Sauen wurden getreten, geschlagen und gequält. Das Schweinehochhaus steht seit Oktober 2018 leer.
Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt
Betroffene Tierart: Schweine
Haltungsform: Zuchtbetrieb
Datum der Veröffentlichung: März 2018
Betriebsform: Konventionell, großer Betrieb
In einer Schweinemast wurden Tiere mit Verletzungen wie blutige Ohren und Schwänze, Abszesse und Entzündungen dokumentiert. Die Schweine wurden offenbar nicht tierärztlich versorgt. In Teilen der Mastanlage lebten die Tiere in ihren Exkrementen.
Gütersloh, Nordrhein-Westfalen
Haltungsform: Mastbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Juli 2020
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, kleiner Betrieb
In Niedersachsens größter Schweinemast zeigen Aufnahmen verletzte Tiere mit Abszessen, blutigen Wunden und Tumoren. Teilweise konnten die Tiere nur noch humpeln. Zudem stellte der Betrieb über Nacht verbotenerweise das Trinkwasser ab.
Emsland, Niedersachsen
Datum der Veröffentlichung: September 2020
In einer niedersächsischen Schweinezucht dokumentierten Kameras, wie Schweine getreten, geworfen und für eine “Nottötung” auf eine Buchtenkante geschlagen wurden. Der Betrieb erhielt Tierwohl-Prämien, da die Ringelschwänze nicht kupiert werden.
Grafschaft Bentheim, Niedersachsen
Datum der Veröffentlichung: Dezember 2020
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, Tierwohl, kleiner Betrieb
In einer niedersächsischen Schweinemast erfolgte eine Nottötung kranker Schweine erst drei Tage nach der tierärztlichen Anordnung. Der Landwirt verwendete dafür ein Gewehr, was verboten ist. Die Aufnahmen zeigen viele weitere verletzte Tiere.
In einem Zulieferbetrieb von Tönnies wurden kranke und verletzte Schweine dokumentiert. Ein krankes Tier wurde ohne Zugang zu Wasser und Futter über Tage im Gang abgelegt. Zwei Tötungsversuche mit einem Bolzenschussgerät misslangen.
Viele der Schweine in der niedersächsischen Mastanlage hatten angebissene Ringelschwänze, blutige Verletzungen an den Beinen und handballgroße Abszesse. Der Betreiber der Anlage ist der stellv. Bürgermeister der Gemeinde Merzen (CDU).
Osnabrück, Niedersachsen
Datum der Veröffentlichung: Juni 2021
Betriebsform: Konventionell, Tierwohl, großer Betrieb
Die Aufnahmen zeigen stark mit Urin und Kot verschmutzte Stallungen in einer niedersächsischen Schweinemast mit rund 1.000 Tieren. Viele der Tiere hatten Abszesse, teilweise Handball groß, blutig gebissene Ohren und Verletzungen an den Beinen.
Datum der Veröffentlichung: Juli 2021