Karte der Tierquälerei in Deutschland
Animal Rights Watch (ARIWA) deckt Missstände in 21 Schweinehaltungen in sechs Bundesländern auf – Betriebe, die sich mit „Tierwohl“ schmücken und Produkte über REWE, EDEKA & Co. vertreiben. Betroffen sind Anlagen mit der sogenannten „Haltungsform“-Kennzeichnung 3 und 4 sowie verschiedene freiwillige Tierwohl-Label. In mehr als der Hälfte der dokumentierten Fälle wurden Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen […]
Nordsachsen, Sachsen
Betroffene Tierart: Schweine
Haltungsform: Mastbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Mai 2025
Name der Organisation: Animal Rights Watch e.V. (ARIWA)
Betriebsform: Konventionell
Kurzbeschreibung des Vorfalls:
Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern
Essen (Kreisfreie Stadt), Nordrhein-Westfalen
Betriebsform: Konventionell, Freilandhaltung
In einem Schlachthof, vorrangig für Enten und Gänse, bringen versteckte Kameras etliche Übergriffe an Tieren ans Licht: Sie werden an den Hälsen gezogen, geschlagen, gewürgt und geworfen. Verkauft werden sie unter der Marke “Dithmarscher Geflügel”.
Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
Betroffene Tierart: Hühner, Gänse, Enten
Haltungsform: Schlachthof
Datum der Veröffentlichung: Dezember 2025
Name der Organisation: ANINOVA e.V.
Betriebsform: mittlerer Betrieb
Seit 2002 wurden Junghennen für eine Geflügelbörse in enge Gitterkäfige gesteckt. Diese Art der Käfige ist seit 2010 verboten, das Veterinäramt duldete die Käfige dennoch. Dabei wurden Hennen dort tagelang, nicht nur während der Börse, untergebracht.
Betroffene Tierart: Hühner
Haltungsform: Zuchtbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Oktober 2025
Betriebsform: Käfighaltung
Die Kastenstände sind zu eng, manche fallen auseinander. Einige Schweine haben Verletzungen, manche sind völlig abgemagert. Tierärztlich versorgt werden sie offenbar nicht. Eine dicke Schicht Kot sammelt sich direkt vor den Gesichtern der Tiere.
Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen
Betriebsform: Konventionell, mittlerer Betrieb
In diesem Mastbetrieb werden jährlich 2 Mio. Hühner gemästet. Das Fleisch landet auch bei KFC und wird mit dem Label der “Initiative Tierwohl” verkauft. Es fehlten hunderte Tränken. Kranken Hühnern wurde nicht geholfen und tote Tiere liegen gelassen.
Oberhavel, Brandenburg
Datum der Veröffentlichung: September 2025
Betriebsform: Tierwohl, großer Betrieb
Etliche Hallen des Hähnchenmastbetriebs stehen neben dem Plukon-Schlachthof in Storkow. In den Hallen: Schon lange tote Hühner und eine Luft, die in Lunge und Augen brennt – trotz Siegel der Initiative Tierwohl. Das Fleisch wird bei KFC verkauft.
Oder-Spree, Brandenburg
Aufnahmen aus dieser Hühnermastanlage in Mollnitz zeigen Tiere, die sehr krank sind. Einige sind gestorben und liegen zwischen den Artgenossen auf einem Boden voller Kot. Mängel gibt es auch an Tränken, Futtertrögen und Mauerwerk.
Prignitz, Brandenburg
Monatelang arbeitete ein Undercover-Ermittler von SOKO Tierschutz in einer Kaninchenblutfarm im Landkreis Aichach Friedberg – die Aufnahmen sind die ersten ihrer Art weltweit. In tristen Käfigbatterien leiden tausende Tiere. Auf dem Bildmaterial leiden sie unter dem brutalen Umgang der Angestellten: Kaninchen werden mit Wucht in die Käfige geworfen, an den empfindlichen Ohren getragen, zeigen Wunden, abgebissene […]
Aichach-Friedberg, Bayern
Betroffene Tierart: Kaninchen
Haltungsform: Sonstiges
Name der Organisation: SOKO Tierschutz e.V.
Betriebsform: Käfighaltung, großer Betrieb