Gänse und Enten gelten als traditionelles Weihnachtsgericht. Versteckte Kameras zeigen, wie diese Tiere geschlachtet wurden. Die Aufnahmen entstanden im Zeitraum vom 08.11. bis 05.12.2025 und zeigen mehr als 100 gewaltvolle Übergriffe, darunter Schläge, Werfen, Würgen und Federn-Rupfen. Immer wieder stehen die Fließbänder still, sodass die Vögel minutenlang kopfüber hängen. Verkauft werden sie in vielen Supermärkten unter der Marke “Dithmarscher Geflügel”.

Update (02.2026): Die vollständige Auswertung von 1.455 Stunden Videomaterial aus dem Geflügelschlachthof ist abgeschlossen. Das Bildmaterial dokumentiert 83 Fälle mittlerer bis schwerer Gewaltanwendung gegen Gänse und Enten, die aus fachlicher Sicht strafrechtlich relevante Tierschutzverstöße darstellen. Sämtliche Videoaufnahmen sowie die detaillierten Auswertungslisten wurden der Staatsanwaltschaft Potsdam und dem zuständigen Veterinäramt vollständig übergeben.

Update (12.2025): Nach Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe hat die Bünting-Gruppe gegenüber ANINOVA bestätigt, die Zusammenarbeit mit dem betroffenen Schlachthof beendet zu haben. Zudem teilte der Bundesverband Tierschutz mit, dass die bislang bestehende Zertifizierung ausgesetzt wurde.

 

Update (12.2025): Trotz der vorliegenden Hinweise und des umfangreichen Bildmaterials hat das zuständige Veterinäramt Potsdam-Mittelmark bislang keine Betriebsschließung angeordnet. Der Schlachtbetrieb ist weiterhin in Betrieb.

 

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