Karte der Tierquälerei in Deutschland
In einem Betrieb für Bio-Eier wurden Hühner auf mehreren Etagen auf Gitterböden gehalten, auf denen die Hühner leben mussten. Aufnahmen zeigen verletzte und tote Tiere. Die verstorbenen Hühner wurden nicht ordnungsgemäß entsorgt.
Osnabrück, Niedersachsen
Betroffene Tierart: Hühner
Haltungsform: Eierbetrieb
Datum der Veröffentlichung: September 2019
Name der Organisation: ANINOVA e.V.
Betriebsform: Biohaltung, mittlerer Betrieb
Kurzbeschreibung des Vorfalls:
Aufnahmen zeigen, wie Milchkühe mit Fäusten und einem Besenstiel geschlagen wurden. Die Tiere wiesen Verletzungen auf, einige humpelten stark. Viele waren abgemagert. Es handelt sich um einen kleinen Betrieb mit wenigen hundert Tieren.
Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein
Betroffene Tierart: Rinder
Haltungsform: Milchbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Juni 2020
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, mittlerer Betrieb
Aufnahmen, die über sechs Monate hinweg in einer großen Schweinezucht entstanden, dokumentierten, wie Ferkel totgeschlagen wurden. Es gab zudem zu enge Kastenstände und zu breite Spaltenböden, in denen junge Ferkel leicht hängen bleiben.
Rotenburg (Wümme), Niedersachsen
Betroffene Tierart: Schweine
Haltungsform: Zuchtbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Juni 2017
Betriebsform: Konventionell, großer Betrieb
Versteckte Kameras zeigten, wie in einer Schweinezucht kranke und schwache Ferkel totgeschlagen wurden. Mehrere der Ferkel überlebten und verendeten erst im Mülleimer. Es wurden auch blutende, verletzte, sterbende und tote Tiere dokumentiert.
Warendorf, Nordrhein-Westfalen
Datum der Veröffentlichung: Dezember 2019
Betriebsform: Konventionell, mittlerer Betrieb
Kameras dokumentierten den Alltag in einer Besamungsstation: Eber wurden durch sexuelle Übergriffe zur Ejakulation gezwungen. Das Sperma wird für die Besamung der Sauen in der Schweinezucht verwendet. Die Eber wurden getreten und geschlagen.
Elbe-Elster, Brandenburg
Haltungsform: Elternbetrieb, Zuchtbetrieb
Datum der Veröffentlichung: November 2020
Katastrophale Zustände wurden in einem Merklinger Schweinemastbetrieb dokumentiert, der pikanterweise fast jedes Gütesiegel trug und einem Mitarbeiter der zuständigen Überwachungsbehörde des verantwortlichen Landratsamts gehörte.
Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
Haltungsform: Mastbetrieb
Datum der Veröffentlichung: Juni 2016
Name der Organisation: SOKO Tierschutz e.V.
Betriebsform: Konventionell, Bauer von neben an, Tierwohl, mittlerer Betrieb
In einem Betrieb in Schleswig-Holstein wurden 2.000 Wachteln mit Verhaltensstörungen und Verletzungen in Käfigen gehalten. Es gab bereits in der Vergangenheit Beanstandungen durch das zuständige Veterinäramt.
Lübeck (Kreisfreie Stadt), Schleswig-Holstein
Betroffene Tierart: Wachteln
Haltungsform: Elternbetrieb, Zuchtbetrieb, Eierbetrieb
Datum der Veröffentlichung: April 2019
Betriebsform: Konventionell, Käfighaltung, mittlerer Betrieb
In einem brandenburgischen Betrieb wurden 10.000 Wachteln in so engen Käfigen gehalten, dass diese sich weder aufrichten, noch mit den Flügeln schlagen konnten. Die Anlage ist ein ehemaliger Schweinestall.
Teltow-Fläming, Brandenburg
Betriebsform: Konventionell, Käfighaltung, Bauer von neben an, mittlerer Betrieb
In einem niedersächsischen Wachtelei-Betrieb zeigten Wachteln Verhaltensstörungen und Verletzungen. Die Vögel pickten sich die Federn aus. Zum Betrieb gehörten mehrere Käfiganlagen mit insgesamt rund 10.000 Tieren.
Vechta, Niedersachsen
Rinder und Schafe wurden seit 2018 ohne Genehmigung geschächtet. Dabei überließ der amtliche Tierarzt, der die Schlachtungen kontrollieren sollte, den amtlichen Stempel dem Schlachthof.
Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen
Betroffene Tierart: Rinder, Schafe
Haltungsform: Schlachthof
Datum der Veröffentlichung: Oktober 2021
Betriebsform: Konventionell, kleiner Betrieb