Monatelang arbeitete ein Undercover-Ermittler von SOKO Tierschutz in einer Kaninchenblutfarm im Landkreis Aichach Friedberg – die Aufnahmen sind die ersten ihrer Art weltweit. In tristen Käfigbatterien leiden tausende Tiere in tristen Käfigbatterien. Auf dem Bildmaterial leiden sie unter dem brutalen Umgang der Angestellten: Kaninchen werdeb mit Wucht in die Käfige geworfen, an den empfindlichen Ohren getragen, zeigen Wunden, abgebissene Ohren und Verhaltensstörungen. Betrieben wird die Anlage von einem ehemaligen Lokalpolitiker und Bio-Landwirt, dessen Familienunternehmen öffentlich eigentlich für Erdbeeren, Eier und Soja wirbt. Der millionenschwere Handel mit Tierblut, das an Siemens und den Schweizer Pharmakonzern Neovii verkauft wird, bleibt in der Online-Präsenz unerwähnt. Das Geschäft boomt – der Betrieb wurde gerade erst um drei Hallen erweitert. Die Tiere werden regelmäßig fixiert und mit einer Spritze immunisiert. Nach Wochen wird ihnen das Blut direkt aus dem Herzen gepumpt. Die ordentliche Betäubung der Tiere wird auf dem Bildmaterial augenscheinlich nicht geprüft. Anschließend werden ihre erschlafften Körper wie Abfall entsorgt. Es kommt auch zur Vertuschung von Leiden. Ein krankes Kaninchen wurde vor einer augenscheinlichen „Kontrolle“ noch schnell getötet. SOKO Tierschutz hat Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Wir fordern ein Ende der Geheimhaltung und den Ausstieg von Siemens und Co. aus dieser grausamen Industrie.
(Textanpassung August 2026)