Das Veterinäramt führte 29 angekündigte Kontrollen in 24 Monaten durch – und fand keine Beanstandungen. Dabei zeigen die vorliegenden Aufnahmen klar Missstände, darunter verletzte und kranke Hühner, die augenscheinlich nicht versorgt und separiert werden. Zwischen den lebenden Tieren liegen zunehmend verwesende Kadaver. Der Betrieb beliefert die PHW-Gruppe, zu der die Marke Wiesenhof gehört. Es wurde ein weiterer Lieferbetrieb aufgedeckt.

Update (09.2026): Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Ermittlungen aufgenommen (Aktenzeichen 1106 Js 54718/26).

Update (09.2026): In einer Stellungnahme gegenüber ANINOVA bewertet die PHW-Gruppe die Tierhaltung in dem Betrieb als „nicht auffällig“. Tote oder nicht überlebensfähige Tiere würden bei täglichen Kontrollen entfernt beziehungsweise getötet. Gleichzeitig betont PHW, dass es sich um einen selbstständigen Landwirt handelt. Für ANINOVA stellt sich daher die Frage, wie das Unternehmen sicherstellen kann, dass diese Kontrollen tatsächlich konsequent stattfinden. Die veröffentlichten Aufnahmen mit kranken, verletzten und toten Tieren lassen aus unserer Sicht daran erhebliche Zweifel aufkommen.

Veröffentlichung auf der Website von