Eine versteckte Kamera in einem Schlachthof in Hürth zeigt, wie Tiere getreten, geschlagen und durch die Gegend geschleift wurden. Tiere wurden zudem ohne Betäubung geschlachtet, obwohl dafür keine Genehmigung vorlag. Rinder wurden teils 30 Minuten und länger in der Tötungsbox fixiert und waren dadurch unmittelbar bei der Tötung anderer Tiere dabei. Der Bolzenschuss erfolgte immer wieder unsachgemäß. Das Veterinäramt schloss den Schlachthof und entzog den Schlachtern die Sachkunde.

Update (10.2025): Am 24. Oktober 2025 sollte der Prozess gegen vier ehemalige Mitarbeitende eröffnet werden. Die Verhandlung wird jedoch verschoben. Einen Tag zuvor hatten drei der Beschuldigten neue Verteidiger erhalten, die zunächst Akteneinsicht beantragten und eine Vertagung des Verfahrens verlangten. Gegen eine Person sollte dennoch verhandelt werden, doch auch dessen Verteidiger beantragte eine Verschiebung, da seinem Mandanten die Anklageschrift nicht in bulgarischer Sprache vorlag und dieser der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Der Richter gab dem Antrag statt. Im Vorfeld hatten rund 80 Personen vor dem Amtsgericht Köln für die Verurteilung von Tierquälerei demonstriert, nachdem ANINOVA zu der Kundgebung aufgerufen hatte.

Update (07.2024): Die Staatsanwaltschaft Köln (AZ 911 Js 190/23) hat die Ermittlungen gegen den Betreiber eingestellt. Er ist auf dem Videomaterial nicht zu sehen, wie er Tiere betäubungslos schlachtet. Gegen einige Mitarbeiter wurde Anklage erhoben.

 

Update (02.2023): Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen aufgenommen (AZ 911Js190/23).

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