Hähnchenmast: 29 Kontrollen und alle Missstände übersehen

Masthuhn mit abspreiztem Bein

Das Veterinäramt führte 29 angekündigte Kontrollen in 24 Monaten durch – und fand keine Beanstandungen. Dabei zeigen die vorliegenden Aufnahmen klar Missstände. Der Betrieb beliefert die PHW-Gruppe, zu der die Marke Wiesenhof gehört.

Gewalt beim Ausstallen in Hähnchenmastanlage für Wiesenhof

Masthähnchen Rückenlieger

Beim Verladen für den Schlachthof, dem Ausstallen, werden Hühner kopfüber getragen, geworfen, getreten. Interne Dokumente belegen zudem einen pauschalen Antibiotika-Einsatz sowie verschimmelte Futterreste. Der Betrieb trägt ein Tierwohllabel.

Eier aus Käfighaltung – auch nach Verbot der Haltungsform

Große Legehennenanlage mit Kleingruppenhaltung

Dieser Betrieb hält trotz des Verbots, das seit dem 01.01.2026 gilt, Hennen in der sog. Kleingruppenhaltung, eine Käfighaltung. Seit dem Beschluss 2015 hatte er zehn Jahre Zeit, seinen Betrieb umzubauen, dennoch bekam er eine Ausnahmegenehmigung.

Junghennen für Geflügelbörse in illegalen Käfigen gehalten

Illegale Käfighaltung Hennen

Seit 2002 wurden Junghennen für eine Geflügelbörse in enge Gitterkäfige gesteckt. Diese Art der Käfige ist seit 2010 verboten, das Veterinäramt duldete die Käfige dennoch. Dabei wurden Hennen dort tagelang, nicht nur während der Börse, untergebracht.

Abgemagerte, verletzte und vernachlässigte Schweine

Stark runter gehungertes Schwein in einer Zuchtanlage

Die Kastenstände sind zu eng, manche fallen auseinander. Einige Schweine haben Verletzungen, manche sind völlig abgemagert. Tierärztlich versorgt werden sie offenbar nicht. Eine dicke Schicht Kot sammelt sich direkt vor den Gesichtern der Tiere.

Riesiger Hähnchenmastbetrieb direkt neben Plukon-Schlachthof

Hühner in Hühnermast und ein totes Huhn

Etliche Hallen des Hähnchenmastbetriebs stehen neben dem Plukon-Schlachthof in Storkow. In den Hallen: Schon lange tote Hühner und eine Luft, die in Lunge und Augen brennt – trotz Siegel der Initiative Tierwohl. Das Fleisch wird bei KFC verkauft.

Hennen nach Stallbrand drei Wochen lang in Brandruine

Brandruine nach Stallbrand mit überlebenden Hennen

Nach einem Stallbrand, bei dem über 10.000 Hennen starben, wurde ein Teil der überlebenden Hennen drei Wochen lang nicht aus der Ruine geholt. Sie lebten zwischen Kadavern, Asche und Verfall. Eine Versorgung gab es zum Zeitpunkt der Aufnahmen nicht.